Melanie Moskob

Notfallkoffer

So behalten Sie die Nerven, wenn es mal wieder hoch hergeht:

Bis zehn zählen:
Es klingt banal, ist aber sehr effektiv. Tief durchatmen hilft, die Wut im Zaum zu halten. Distanz schafft auch eine kurze Flucht ans andere Zimmerende oder auf den Flur.

Innere Ruhe übertragen:
Obwohl Kinder mit zunehmendem Alter Wert darauf legen, alles ganz alleine zu können, wollen sie dennoch eines: von ihren Eltern beschützt werden. Reagieren Vater oder Mutter bei einem Trotzanfall mit Hektik oder Hilflosigkeit, wird das Kind dadurch noch stärker verunsichert. Je klarer und ruhiger Sie selbst bleiben, desto besser kann auch Ihr Nachwuchs mit der Situation umgehen.

Rückhalt finden:
Gerade in der Trotzphase ist es wichtig, dass Mutter und Vater in Sachen Erziehung an einem Strang ziehen und sich austauschen. Mit Freunden offen über die Sorgen zu reden baut ebenfalls Stress ab.

Sich hineinversetzen:
Wenn ein Kind trotzt, ist es meist enttäuscht über die Grenzen, die ihm in seinem Drang nach Selbständigkeit gesetzt werden. Machen Sie sich klar, dass sein Verhalten nicht gegen Sie persönlich gerichtet ist. Und sagen Sie sich immer wieder: Das Kleine kann nicht anders, es steht der Situation hilflos gegenüber.

Analysieren:
Sie haben schon einmal die Nerven verloren, sind vielleicht laut geworden oder haben die Tür hinter sich zugeknallt? Gehen Sie für sich selbst die Situation noch einmal im Kopf durch: Wann habe ich die Kontrolle verloren? Was könnte ich beim nächsten Mal anders machen?

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